Das innere Team: Wie übernehme ich den Chefsessel?

In meinem letzten Beitrag (‚Das Innere Team als Grundlage für agile Führung‘) stellte ich in den Raum, dass die Fähigkeit zur Selbstreflexion in Kombination mit einer ausgeprägten Multiperspektivität das Fundament für Agilität (nicht nur) in der Führung bildet.

Eine Methode, mit den teils diffus, hektisch und unkontrolliert agierenden Rollen in uns selbst strukturierter umzugehen ist das Modell des ‚Inneren Teams‘ von Friedemann Schulz von Thun.

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Das innere Team als Grundlage für agile Führung

Mit dem Phänomen zunehmender Komplexität und Dynamik haben wir uns im Rahmen unseres Blogs schon vielfach auseinander gesetzt. Ein hilfreicher Ansatz, mit den daraus resultierenden, stärker werdenden Belastungen und Nebenwirkungen in einer Führungsrolle umzugehen, ist das Modell Leadership Agility von Bill Joiner.

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Führungsagilität: Innere Achtsamkeit

Innere Achtsamkeit (mindfulness) bedeutet waches Wahrnehmen des inneren Erlebens. Aller Gedanken, Vorstellungen, Überzeugungen, Gefühle, Empfindungen und inneren Kommentare, nehme ich wahr ohne in sie einzusteigen und mich von ihnen „gefangen nehmen“ zu lassen. Innere Achtsamkeit ist also ein passives Wahrnehmen all dessen, was in mir geschieht.
Nach der neuesten Kognitionsforschung sind dabei das Erste und Feinste, was sich im Menschen verändert und am leichtesten unserer Selbstwahrnehmung entgeht, kleinste Veränderungen auf der Körperebene, z. B. im Muskeltonus. Diese setzen dann Assoziationsketten in Gang: Gefühle, Gedanken, Vorstellungen ändern sich.

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Führungsagilität: Achtsamkeit – was nehme ich wahr?

Achtsamkeit ist der Ausweg aus diesem erstarrten Raum, in dem alles schon „gewusst“ und vorgegeben ist. Das wichtigste Buch des großen Achtsamkeitslehrers Krishnamurti heißt nicht zufällig „Freedom from the Known“.

Ellen Langer von der Harvard Universität erforscht die Wirkungsweise der Achtsamkeit und empfiehlt: „Vertraue möglichst wenig auf deine kognitiven Automatismen. Es ist viel wirklichkeitsnäher und zielführender, sich immer wieder in den Zustand der Präsenz zu versetzen. In eine möglichst wache, achtsame Seinsweise, die auf schematisches Denken weitgehend verzichtet und in jeder Situation offen für jede Möglichkeit bleibt.“

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Führungsagilität: Die Kraft des Optimismus

Schlechtes Gedächtnis nach negativen Erfahrungen kann man Optimismus nennen. Daniel Goleman schreibt in seinem Buch „Emotionale Intelligenz“: „Optimisten führen eine Niederlage auf etwas zurück, das sich ändern lässt, sodass sie beim nächsten Mal Erfolg haben können; Pessimisten hingegen nehmen die Schuld an der Niederlage auf sich und schreiben sie einem bleibenden Merkmal zu, an dem sie nichts ändern können.“

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Führungsagilität: Auf die innere Haltung kommt es an

Die Bedeutung innerer Haltungen ist nach meiner Erfahrung als Führungskraft und Berater gar nicht hoch genug einzuschätzen, wenn es darum geht unterschiedliche Potenziale zu erkennen, zu fördern und zur Wirkung kommen zu lassen. Voraussetzung und Grundhaltung ist äußere Achtsamkeit (awareness) und innere Achtsamkeit (mindfulness) – also die Fähigkeit, äußeres und inneres Geschehen unvoreingenommen wahrzunehmen. Eine Fähigkeit die unverzichtbar für agile Führung ist. Achtsamkeit fördert Intuition: das Erspüren des noch nicht Gewussten, des Kommenden, des überhaupt Möglichen, der Potenziale in mir und in anderen, in Situationen und „gegebenen Realitäten“.

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Leadership Agility im Praxisworkshop

Was ist Leadership Agility? Wie entwickelt man Leadership Agility? Wie kann man Leadership Agility in der Praxis leben? Das waren Fragen, die wir am 3. Juli bei unserem Praxisworkshop mit Managern und Beratern diskutiert haben. Gerade diesen Mix an TeilnehmerInnen habe ich als inspirierend erlebt. Die Diskussion war intensiv und es wurde schnell klar, dass jeden Themen und Herausforderungen bewegen die Agilität insbesondere auf der Führungsebene erfordern.

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Coaching von Bestleistern – Ein Beispiel aus der Praxis

Coaching wird in der Öffentlichkeit oft als Reparaturmaßnahme oder gar als letzter Schritt vor einem drohenden Statusverlust angesehen. In Wirklichkeit geht es meist um ganz Anderes – um Weiterentwicklung, z.B. bei der Übernahme einer neuen Rolle und Verantwortung. Von einem solchen Coaching-Prozess zum Start in eine Top-Management-Position möchte ich in diesem Beitrag berichten. Das Telefon klingelt, ein ehemaliger Kunde ruft an, wir kennen uns aus Projektsanierungsworkshops und Konfliktklärungen einige Jahre zuvor. Er hat vor einer Woche einen neuen Job im Unternehmen übernommen und ist jetzt Teil des Top-Managements (erste Führungsebene unter dem Vorstand). Er sieht ein Paket von Themen vor sich, das er in den nächsten drei Monaten gestalten will. Denn der Bereich, den er übernimmt, ist in einer kritischen Lage:

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Führungsforschung: Der Situationsansatz und die Dynamik der Geschehnisse

Im Unterschied, genauer gesagt in der Entwicklung zu den zuvor explizierten Ansätzen der eigenschaftsorientierten und der verhaltensorientierten Führungsforschung, gilt der Situationsansatz in der Führungsforschung als ein durchaus realistisches Konzept. Zu eigen ist den situationsorientierten Ansätzen, dass sie im Vergleich zu den beiden vorherigen Merkmalen dynamisch und nicht mehr statisch sind. In Teil 4 unserer Serie geht es um dynamische Faktoren, die Führung und Führungserfolg maßgeblich beeinflussen.

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Leadership in Change by Detego | 2013-2014